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MedienmitteilungVeröffentlicht am 5. Juni 2026

Bund verstärkt die Unterstützung für nachhaltige Infrastrukturen in Entwicklungsländern

Bern, 05.06.2026 — Die Schweiz unterstützt die «Private Infrastructure Development Group» (PIDG) mit 70 Millionen US-Dollar. Das hat der Bundesrat am 5. Juni 2026 entschieden. PIDG mobilisiert Kapital des Privatsektors für die Entwicklung von nachhaltiger Infrastruktur in Sub-Sahara-Afrika sowie in Süd- und Südostasien.

In Anbetracht des grossen Bedarfs an nachhaltigen Infrastrukturen in Entwicklungsländern und den starken Resultaten von PIDG hat der Bundesrat einen neunten Beitrag der Schweiz für den Zeitraum 2026-2030 von 70 Millionen US-Dollar gutgeheissen. Die Unterstützung aus dem Budget der Internationalen Zusammenarbeit erlaubt der Schweiz, eine mit anderen gleichgesinnten Gebern koordinierte, schlagkräftige Antwort auf die Herausforderungen im Bereich der nachhaltigen Infrastruktur in Entwicklungsländern.

Die Infrastrukturdefizite in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind erheblich, beispielsweise haben 666 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität und ein Drittel der Weltbevölkerung ist nicht digital vernetzt. Die Kosten für die Finanzierung dieser Infrastrukturlücken schätzt die Weltbank auf 2,7 Billionen US-Dollar jährlich. Davon fehlen rund 0,7 Billionen US-Dollar an Finanzierung. Öffentliche Gelder allein können diesen Bedarf nicht decken, sie können aber Anreize schaffen, damit zusätzliche Mittel aus dem Privatsektor investiert werden.

Seit ihrer Gründung hat PIDG 5,6 Milliarden US-Dollar in 258 nachhaltige Infrastrukturprojekte investiert und 29,8 Milliarden US-Dollar privates Kapital mobilisiert. Die von PIDG unterstützten Projekte verschaffen 232 Millionen Menschen Zugang zu neuer oder verbesserter Infrastruktur.

PIDG plant in den nächsten Jahren weiter zu wachsen: Die Strategie 2023-2030 sieht eine Verdoppelung der jährlichen Investitionen auf 1 Milliarde US-Dollar vor. Während derzeit über die Hälfte der Projekte in den am wenigsten entwickelten Ländern umgesetzt wird, strebt PIDG künftig vor allem ein Wachstum in Ländern mit mittlerem Einkommen an. Dort sollen grosse, möglichst emissionsarme Infrastrukturprojekte realisiert werden. Mindestens 50 Prozent der neuen Verpflichtungen von PIDG sind Klimainvestitionen.