In Notsituationen führen und die Bevölkerung schützen: ein neues CAS vom BABS und der Universität Freiburg
Bern, 19.10.2026 — Krisen und Gefahren unterschiedlicher Art wie Pandemien, Cyberangriffe, Naturkatastrophen und Ausfälle von kritischen Infrastrukturen stellen Staat und Gesellschaft vor Herausforderungen. Gleichzeitig hat sich die internationale Sicherheitslage stark verschlechtert. In diesem Wissen haben das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) und das international institute of management in technology (iimt) der Universität Freiburg ihre Kräfte und Kompetenzen vereint und ein Certificate of Advanced Studies (CAS) zum Thema «Führen in Krisensituationen» geschaffen. Diese neue Weiterbildung richtet sich an Verantwortliche und Kader der Bevölkerungsschutz-Organisationen, der Notfall- und Rettungsorganisationen sowie der kritischen Infrastrukturen.
Die mit Stephan Nüesch und Diana Ingenhoff, wissenschaftliche Leiterin des CAS, aufgebaute Weiterbildung soll den Teilnehmenden zahlreiche Kompetenzen vermitteln oder bereits bestehende vertiefen: einen unter Druck stehenden Stab führen, Informationen strukturieren und die Entschlussfassung vorantreiben, nachhaltig kommunizieren, zahlreiche Akteure koordinieren, mit Stress umgehen, die Resilienz stärken und sich mit den Realitäten der Krise, inklusive Tod und Lebensende, auseinandersetzen.
Es bestehen bereits Weiterbildungs- und Kursangebote für das Zielpublikum dieses CAS. So etwa vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) am Eidgenössischen Ausbildungszentrum Schwarzenburg (EAZS); das Angebot wird laufend aktualisiert.
Das mit der Universität Freiburg angebotene CAS weist jedoch gewisse Besonderheiten auf. Die Weiterbildung richtet sich an Akteure mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Sie hebt sich durch einen ganzheitlichen praxisbezogenen Ansatz ab. Weiter ermöglicht sie den Teilnehmenden, ihr strategisches Berufsnetzwerk auszuweiten. Dies ist von grundlegender Bedeutung, da die führenden Köpfe in der Krisenbewältigung effizienter zusammenarbeiten, wenn sie sich bereits kennen und ein Vertrauensverhältnis besteht.
Zudem verfügen die Absolvierenden mit dem CAS über eine akademische Anerkennung in ihrem Tätigkeitsbereich. Schliesslich bietet diese universitäre Weiterbildung an einem gut erreichbaren Standort den Vorteil, dass sie zweisprachig (Deutsch und Französisch) angeboten wird, denn eine nationale Krise muss auch über die Sprachgrenzen hinaus bewältigt werden.
