Asylstatistik August 2026
Bern-Wabern, 17.09.2026 — Im August 2026 verzeichnete das Staatssekretariat für Migration (SEM) 1896 Asylgesuche, 13,2 Prozent weniger als im August 2025. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Rückgang von 1 Prozent.

In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden in der Schweiz 13 545 Asylgesuche gestellt, 16,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das wichtigste Herkunftsland bleibt Afghanistan mit 389 Gesuchen im August. Darauf folgen Algerien (262), Eritrea (256), Somalia (147) und die Türkei (128).
Die 1896 im vergangenen Monat gestellten Asylgesuche setzten sich zusammen aus 1535 Primär- und 361 Sekundärgesuchen. Bei Letzteren handelt es sich um Geburten, Familiennachzüge oder Mehrfachgesuche. Gegenüber August 2025 hat die Zahl der Primärgesuche um 13 Prozent und jene der Sekundärgesuche um 14 Prozent abgenommen.
Im August 2026 entschied das SEM erstinstanzlich über 2328 Asylgesuche. Dabei gewährte es 565 Personen Asyl. Insgesamt verliessen 849 Personen kontrolliert die Schweiz, wovon 533 selbstständig ausgereist sind. Die übrigen 316 Personen wurden unter polizeilicher Begleitung in ihren Heimatstaat oder einen zuständigen Dritt- oder Dublin-Staat zurückgeführt.
Wie bereits mitgeteilt, hat das SEM seine Jahresprognose im Asylbereich nach unten korrigiert. Wurde im Januar noch mit 25 000 (+/–3000) neuen Asylgesuchen gerechnet, geht das SEM nun im wahrscheinlichsten Szenario davon aus, dass im Jahr 2026 insgesamt 22 000 (+/–2000) Gesuche in der Schweiz gestellt werden. Ausserdem hat das SEM vor Kurzem seine Prognose zu den Gesuchen um Status S von Geflüchteten aus der Ukraine angepasst. Neu geht das SEM nicht mehr von 12 000 (+/–3000), sondern von 10 000 (+/–1000) Gesuchen aus.
