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MedienmitteilungVeröffentlicht am 5. Juni 2026

Unterstützung beim Wiedereinstieg: Bestehende Instrumente gezielt nutzen

Bern, 05.06.2026 — Für die Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg nach einer Erwerbspause gibt es in der Schweiz gute Angebote. Dies zeigt ein Bericht zur Förderung von Aus- und Weiterbildung, den der Bundesrat am 5. Juni 2026 verabschiedet hat. Die bestehenden Instrumente können aber noch gezielter genutzt und Informationen besser zugänglich gemacht werden.

Der Bericht des Bundesrats untersucht, wie Personen nach einem Erwerbsunterbruch – insbesondere Frauen mit Kindern – beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt werden können und welche Rolle fehlende Aus- und Weiterbildungen dabei spielen. Er basiert auf einer Analyse verfügbarer Daten, einem Gutachten der Hochschule Luzern sowie Einschätzungen von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Bundesstellen, von Kantonen und Sozialpartnern. Im Zentrum steht die grösste Gruppe der Wiedereinsteigenden: Frauen mit Betreuungsaufgaben, zu denen die umfassendsten Erkenntnisse vorliegen.

Erfolgsfaktoren für den Wiedereinstieg

Die Analyse zeigt, dass die Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen in der Schweiz im internationalen Vergleich hoch ist. Die meisten kehren innerhalb eines Jahres nach der Geburt eines Kindes ins Berufsleben zurück, häufig in einem Teilzeitpensum zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Entscheidend für einen erfolgreichen Wiedereinstieg sind vor allem familienfreundliche Arbeitsbedingungen, ein ausreichendes Angebot an Kinderbetreuung sowie der Abbau finanzieller Fehlanreize. Fehlende Aus- oder Weiterbildung steht meist nicht im Vordergrund, kann jedoch für bestimmte Gruppen wie Alleinerziehende, Migrantinnen oder Personen mit geringem Einkommen eine Herausforderung sein. Arbeitgebende gewichten bei der Einstellung praktische Erfahrung und soziale Kompetenzen oft höher als formale Weiterbildungen. Bei längeren Erwerbsunterbrüchen kann ein Upskilling sinnvoll sein. Es erfolgt meist in zielgruppenspezifischen, fachpraktischen Weiterbildungs-kursen der Branchenverbände oder Betriebe, je nachdem vor oder parallel zur Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit.

Angebote gezielt nutzen und bekanntmachen

In der Schweiz bestehen bereits zahlreiche Möglichkeiten zur Finanzierung von Aus- und Weiterbildungen. Dazu zählen private Beiträge, Bundesunterstützung für Vorbereitungskurse auf eidgenössische Prüfungen, kantonale Stipendien sowie Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Auch nach längeren Erwerbsunterbrüchen können Personen unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt werden. Die Praxis ist in den Kantonen unterschiedlich. Ein Bedarf für neue, spezifische Förderinstrumente für Wiedereinsteigende wird nicht festgestellt, da bereits ausreichende Angebote bestehen. Zudem würden Sondermassnahmen für diese Zielgruppe zu Doppelspurigkeiten und Abgrenzungsproblemen führen.

Der Bericht wurde aufgrund des Postulats 24.3010 der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) erstellt. Er kommt zum Schluss, dass die bestehenden Instrumente noch gezielter eingesetzt und insbesondere der Zugang zu Informationen über vorhandene Angebote verbessert werden können, um auch benachteiligte Gruppen wirksam zu unterstützen. Insgesamt unterstreicht der Bericht die grosse wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des beruflichen Wiedereinstiegs und zeigt, dass die Schweiz hierfür gut aufgestellt ist.

Weiterführende Links:                   https://www.sbfi.admin.ch/de/publication?id=GujlryIKi6jA