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MedienmitteilungVeröffentlicht am 15. August 2026

Schweiz unterstützt den Schutz des Höhlenklosters Petscherska Lawra in der Ukraine

Bern, 15.08.2026 — Die Schweiz nimmt am 15. August 2026 an den Feierlichkeiten zum 975-jährigen Bestehen der Klosteranlage Petscherska Lawra in Kyjiw teil. Vertreten wird die Schweiz dabei vom Delegierten des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber. Anlässlich des Jubiläums kündigt die Schweiz einen Beitrag von 600'000 Franken an, um die Restauration des im Juni 2026 bei einem russischen Luftangriff beschädigte Höhlenkloster vorzubereiten und vor weiteren Schäden zu schützen.

Die Ukraine ist weiterhin schweren russischen Luftangriffen ausgesetzt. Am 15. Juni 2026 wurden die Mariä-Entschlafens-Kathedrale sowie weitere historische Gebäude auf dem Gelände der Kyjiwer Petscherska Lawra erheblich beschädigt. Die Klosteranlage gehört zu den bedeutendsten religiösen und kulturellen Stätten der Ukraine und ist Teil des UNESCO-Welterbes.

Bei einem bilateralen Treffen zwischen Bundespräsident Guy Parmelin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 15. Juni in Genf am Rande des G7-Gipfels in Évian stellte die Schweiz Unterstützung bei der Beurteilung der Schäden in Aussicht.

Schutz vor weiteren Schäden

Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten unterstrich der Delegierte des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber, die Bedeutung des kulturellen Erbes für die Identität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Ukraine. Er kündigte an, dass die Schweiz 600’000 Franken für die Restaurationsplanung der entstandenen Schäden sowie für dringliche Sicherungs- und Schutzmassnahmen bereitstellt. Die konkreten Arbeiten werden von der UNESCO in enger Abstimmung mit den zuständigen ukrainischen Behörden umgesetzt.

Langfristige Unterstützung und rasche Hilfe

Im Rahmen ihres Länderprogramms für die Ukraine stellt die Schweiz für die Jahre 2025 bis 2028 insgesamt 1,5 Milliarden Franken bereit. Das Programm konzentriert sich auf die wirtschaftliche Erholung, die Stärkung der öffentlichen Dienstleistungen sowie den Schutz der Zivilbevölkerung und die Förderung des Friedens.

Dieses langfristige Engagement verbindet die Schweiz mit rasch mobilisierbarer Unterstützung in akuten Situationen. Dazu gehören die Bereitstellung von Energiegütern im Frühjahr 2026 sowie der aktuelle Beitrag zum Schutz eines der bedeutendsten Kulturgüter der Ukraine.

Unterstützung des Bundes für die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen

Kontakt/Rückfragen

Büro des Delegierten des Bundesrates für die Ukraine, c/o Kommunikation WBF
+41 58 462 20 07
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