Eignung des Gini-Koeffizienten zur Erfassung der Vermögensungleichheit in der Schweiz
Bern, 26.03.2026 — Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat die Verwendung des Gini-Koeffizienten für die Statistik über das besteuerte Vermögen natürlicher Personen untersucht.
Die Analyse zeigt, dass die Schätzung des Gini-Koeffizienten mit den verfügbaren aggregierten Daten sehr ungenau bleibt (für das Jahr 2022 liegt der tatsächliche Wert beispielsweise irgendwo zwischen 0.8626 und 0.8901) und dass kleine jährliche Veränderungen in der Vermögensverteilung nicht zuverlässig erkennbar sind.
Der Anteil des besteuerten Vermögens, der von den wohlhabendsten Steuerpflichtigen gehalten wird, sollte ebenfalls berechnet werden, um die Rolle der grossen Vermögen bei den Ungleichheiten besser zu erfassen. So ist der Anteil, der von Steuerpflichtigen mit mindestens 10 Millionen Franken gehalten wird, zwischen 2019 und 2020 gestiegen, während der Gini-Koeffizient auf einen Rückgang der Ungleichheit hindeutete.
