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MedienmitteilungVeröffentlicht am 3. November 2026

Schweizer Forum «Wirtschaft und Menschenrechte»: Verpflichtungen in konkrete Ergebnisse umsetzen

Bern, 03.11.2026 — Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) haben am 2. November 2026 in Bern gemeinsam die dritte Ausgabe des Schweizer Forums «Wirtschaft und Menschenrechte» organisiert. Rund 300 Teilnehmende, vor allem aus Wirtschaftskreisen, haben sich darüber ausgetauscht, wie sich die Achtung der Menschenrechte und der Schutz der Umwelt wirksam und pragmatisch in die Wirtschaftstätigkeiten integrieren lassen.

In ihrer Eröffnungsrede hat die Staatssekretärin des SECO Helene Budliger Artieda betont, dass die Achtung der Menschenrechte eine Frage guter Unternehmensführung sei. Eine wirksame Sorgfaltsprüfung stärke die Resilienz der Lieferketten, helfe dabei, Risiken früh zu erkennen, und erleichtere den Zugang zu Märkten und zu Finanzierung.

Die Staatssekretärin erklärte, dass Verantwortung nicht in Bürokratie ersticken dürfe, weshalb wir uns nicht fragen sollten, wie viele Seiten ein Bericht umfasst, sondern welche Veränderungen er bewirkt. Die entscheidende Frage laute, ob sich dadurch die Situation der betroffenen Menschen tatsächlich verbessere.

Sie hat daran erinnert, dass es sich bei einer wirksamen Sorgfaltsprüfung in erster Linie um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess handelt: «Ein Unternehmen, das ein Problem in seiner Lieferkette entdeckt, hat nicht versagt. Es zeigt, dass sein System funktioniert.»

Antje Kanngiesser, CEO von Alpiq, hat anschliessend die Energiewende als eine Leadership-Challenge präsentiert. Die erste Plenumsrunde, die der Künstlichen Intelligenz (KI) und der verantwortungsvollen Unternehmensführung gewidmet war, stand ganz im Zeichen der «Road to Geneva», da die Schweiz im Juni 2027 in Genf den KI-Gipfel ausrichten wird.

In acht parallel durchgeführten Workshops wurden ausserdem Themen wie Beschwerdemechanismen, «Just Transition», nachhaltige Finanzierung, Menschenrechte im Alltag eines KMU, Geschlechterperspektive, Menschenrechte im Sport und ethische Rekrutierung vertieft.

Am Nachmittag debattierten Vertreterinnen und Vertreter der Vereinten Nationen (UNO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), aus Wirtschafts- und Wissenschaftskreisen sowie der Arbeitnehmerorganisationen über die Zukunft von zwei internationalen Referenzrahmen.

Zum Abschluss des Forums erinnerte der Staatssekretär des EDA Alexandre Fasel daran, wie wichtig die bestehenden internationalen Rahmenwerke für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung sind. «Genau dann, wenn die Entscheidungen schwieriger werden, brauchen wir gemeinsame Bezugspunkte», betonte er mit Blick auf die UNO-Leitprinzipien und die OECD-Leitsätze.

Nationaler Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP)

Das Forum findet im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) 2024–2027 statt und wird vom SECO und vom EDA gemeinsam organisiert. Der NAP soll die Unternehmen, unabhängig von ihrer Grösse und Branche, mit Praxisleitfäden, Schulungen, Branchendialogen und Analyse-Tools dabei unterstützen, die menschenrechtliche Sorgfaltsprüfung in ihre Geschäftstätigkeit zu integrieren.

Der Nationale Kontaktpunkt für verantwortungsvolle Unternehmensführung (NKP) der Schweiz bietet eine Plattform für Diskussionen und Mediation. Der NKP begleitet die Unternehmen bei der Umsetzung der OECD-Leitsätze und trägt zur Stärkung einer verantwortungsvollen Unternehmensführung in der Schweiz bei.

Schweizer Forum «Wirtschaft und Menschenrechte»: Schweizer Forum «Wirtschaft und Menschenrechte» - SECO
Nationaler Aktionsplan «Wirtschaft und Menschenrechte»: Nationaler Aktionsplan «Wirtschaft und Menschenrechte» 2024 – 2027 - SECO
Nationaler Kontaktpunkt für verantwortungsvolle Unternehmensführung (NKP) der Schweiz: Nationaler Kontaktpunkt für verantwortungsvolle Unternehmensführung (SECO)