Bundesrat Cassis bekräftigt den Einsatz der Schweiz für Frieden und Stabilität im Westbalkan
Bern, 06.11.2026 — Bundesrat Ignazio Cassis hat vom 4. bis 6. November Serbien, Kosovo und Nordmazedonien besucht. Im Zentrum standen die bilateralen Beziehungen, die wirtschaftlichen Perspektiven sowie Frieden, Stabilität und Sicherheit im Westbalkan. In seiner Funktion als amtierender Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) besuchte er zudem die OSZE-Missionen in Belgrad, Pristina und Skopje.
Zehn Tage nach den Parlamentswahlen in Serbien traf der amtierende OSZE-Vorsitzende Ignazio Cassis am 4. und 5. November in Belgrad Interimspräsidentin Ana Brnabić sowie gewählte Parlamentarierinnen der Studentenliste. Sie tauschten sich über die aktuellen Herausforderungen nach den Parlamentswahlen und die Bedeutung einer geordneten politischen Transition aus. Ein weiteres Gesprächsthema waren die seit 110 Jahren bestehenden bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Serbien. Zudem weihte der EDA-Vorsteher die neuen Räumlichkeiten der Schweizer Botschaft ein.
Kosovo: Enge Beziehungen und wirtschaftliche Perspektiven
In Pristina traf Ignazio Cassis am 5. November Präsidentin Justina Shiroka Pula und Premierminister Albin Kurti. Er führte zudem bilaterale Gespräche mit Aussenminister Glauk Konjufca. Die Partnerschaft zwischen den beiden Ländern ist durch die grosse kosovarische Diaspora in der Schweiz geprägt.
In den Gesprächen ging es um die Situation im Westbalkan und die Unterstützung der Schweiz für den Dialog zwischen Belgrad und Pristina. Der EDA-Vorsteher unterstrich die Wichtigkeit der Rechte aller Gemeinschaften in Kosovo. Auch die Wirtschaftsbeziehungen waren ein Thema. Das kürzlich in Kraft getretene EFTA-Freihandelsabkommen mit der Schweiz eröffnet neue Möglichkeiten für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Kosovo.
Zusammen mit Aussenminister Konjufca weihte der EDA-Vorsteher in Pristina die neuen Räumlichkeiten der Schweizer Botschaft ein.
Bundesrat Cassis besuchte in Pristina zudem das Schweizer Kontingent SWISSCOY, das seit 1999 an der Friedensmission KFOR beteiligt ist. Vor Ort tauschte er sich mit Schweizer Armeeangehörigen über die Sicherheitslage in der Region aus und dankte ihnen für ihren Einsatz.
Nordmazedonien: Wirtschaftliche Zusammenarbeit vertiefen
In Nordmazedonien traf Bundesrat Cassis am 6. November Aussenminister Timčo Mucunski. Die Gespräche in Skopje konzentrierten sich auf die bilateralen Beziehungen, die europäische Integration, die Lage im Westbalkan sowie die Möglichkeiten, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern weiter zu stärken. Die Lancierung der SwissCham Nordmazedonien im vergangenen April stellt einen wichtigen Schritt in diese Richtung dar.
Bei den Gesprächen in Serbien, Kosovo und Nordmazedonien kamen auch die Schweizer Kooperationsprogramme im Westbalkan zur Sprache, die in Zukunft durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) weitergeführt werden.
Besuch der OSZE-Missionen in Belgrad, Pristina und Skopje
Der amtierende OSZE-Vorsitzende Cassis besuchte im Rahmen seiner Reise die OSZE-Missionen in Belgrad, Pristina und Skopje. Vor Ort unterstrich er die zentrale Bedeutung der Feldmissionen für die Förderung der Grundrechte, die Stärkung demokratischer Werte und die Sicherheit im Westbalkan. Im Rahmen seines Besuchs in Belgrad wurde zudem das Projekt «Transparency and Accountability for Serbia Key Reforms» (TASK) unterzeichnet. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt das Projekt mit 2,53 Millionen Franken.
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Bilaterale Beziehungen Schweiz–Serbien
