Zum Hauptinhalt springen

MedienmitteilungVeröffentlicht am 21. September 2026

Die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten ist nicht mehr auf Bezüge aus Pflichtlagern angewiesen

Bern, 21.09.2026 — Nachdem die einzige Erdölraffinerie der Schweiz vergangene Woche nach einer rund zweiwöchigen Unterbrechung ihren Betrieb wieder aufgenommen hat, kann die Branche die Versorgung mit Benzin und Diesel wieder über die regulären Versorgungskanäle sicherstellen. Die Versorgungssituation bei Mineralölprodukten bleibt jedoch angespannt.

Zusammen mit den seit Wochen anhaltenden Einschränkungen der Schifffahrt auf dem Rhein hatte der Betriebsunterbruch der Erdölraffinerie in Cressier NE kurzzeitig zu einem Versorgungsengpass geführt.

Um diesen Engpass zu überbrücken, hatte der Delegierte für wirtschaftliche Landesversorgung, Roland Pfister, vom 8. bis 20. September die Entnahme von bis zu 30'000 m³ Dieselöl und 30'000 m³ Benzin bewilligt. Bei beiden Produkten entspricht dies weniger als 3 Prozent der Pflichtlagerbestände. Beim Benzin wurde die gesamte Menge bezogen, beim Dieselöl rund zwei Drittel.

Nach Behebung des technischen Defekts hat die Erdölraffinerie in Cressier vergangene Woche die Produktion wieder aufgenommen. Dadurch können die regulären Versorgungskanäle den Bedarf an Benzin und Diesel wieder decken; weitere Bezüge aus den Pflichtlagern sind derzeit nicht erforderlich. Die Pflichtlagerhalter müssen die bezogenen Mengen innerhalb von sechs Monaten wieder einlagern.

Die Versorgungssituation bei Mineralölprodukten bleibt angespannt. Das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein schränkt die Transportkapazitäten weiterhin stark ein. Dadurch muss auf andere Verkehrsträger ausgewichen werden. Die Wirtschaftliche Landesversorgung, die auch Akteure der Branche umfasst, beobachtet die Versorgungslage weiterhin genau. Die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten ist derzeit sichergestellt.