Brandkatastrophe von Crans-Montana: Sondierungsgespräch für einen runden Tisch
Bern, 20.02.2026 — Der Bundesrat will zur Bewältigung der Brandkatastrophe von Crans-Montana auf Bundesebene einen runden Tisch einsetzen. Am 20. Februar 2026 hat dazu unter der Leitung von Michael Schöll, Direktor des Bundesamts für Justiz (BJ), in Bern ein erstes Sondierungsgespräch stattgefunden. Der Austausch hatte zum Ziel, Erwartungen, Bedürfnisse und offene Fragen zu klären. Eingebracht wurden Perspektiven der Opfer, der Versicherungen, der zuständigen Behörden des Bundes, des Kantons Wallis und der Gemeinde Crans-Montana.
Am 11. Februar 2026 hat der Bundesrat entschieden, dass er zur Bewältigung der Brandkatastrophe von Crans-Montana einen runden Tisch unter der Schirmherrschaft des Bundes einsetzen will. Das BJ prüft nun, wie der runde Tisch ausgestaltet sein könnte.
Der runde Tisch als Koordinations- und Dialogplattform
Der runde Tisch soll die Opfer, ihre Angehörigen, die betroffenen Versicherungen, potenziell leistungspflichtige Personen sowie zuständige Behörden zusammenbringen. Dies mit dem Ziel, den Dialog zu vereinfachen und mit der Zustimmung der Betroffenen Vergleichsverhandlungen zu unterstützen. Eine Vergleichslösung kann langwierige Gerichtsprozesse vermeiden, welche namentlich für die Opfer und deren Angehörige mit vielen Unsicherheiten verbunden und entsprechend belastend sein können.
Betroffene sollen die Ausgestaltung des runden Tischs mitbestimmen
Auf Einladung und unter der Leitung von BJ-Direktor Michael Schöll hat am 20. Februar 2026 in Bern ein erstes Treffen stattgefunden. Namentlich ging es darum, die Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen des künftigen runden Tisches auszuloten. Eingebracht wurden Perspektiven der Opfer und ihrer Angehörigen, der Versicherungen, der zuständigen Behörden des Bundes, des Kantons Wallis und der Gemeinde Crans-Montana. Die Anwesenden brachten ihre Erwartungen an den runden Tisch ein. Entsprechend wurden zentrale Aspekte zum Zweck, zur Zusammensetzung und Arbeitsweise des runden Tisches sowie zur Transparenz des Prozesses diskutiert.
Vertraulichkeit ist zentral für die Verhandlungsergebnisse
Die Ergebnisse dieses ersten Sondierungsgesprächs werden in die Arbeiten im Hinblick auf die Errichtung des runden Tisches einfliessen Die Teilnahme am runden Tisch ist für alle Beteiligten freiwillig und bedeutet keine Anerkennung einer Haftung. Insofern nimmt er auch keine gerichtlichen Entscheide für die Zivil- oder Strafverfahren vorweg. Sein Erfolg hängt einzig vom Willen der Beteiligten ab. Aus diesem Grund ist die Vertraulichkeit der Gespräche zentral. Entsprechend werden derzeit keine weiteren Informationen erteilt.
