Asylstatistik September 2026
Bern-Wabern, 15.10.2026 — Im September 2026 verzeichnete das Staatssekretariat für Migration (SEM) 2122 Asylgesuche, 449 weniger als im September 2025. Dies entspricht einem Rückgang von 18 Prozent. Von Januar bis Ende September 2026 ist die Zahl der Asylgesuche im Vergleich zur Vorjahresperiode um 17 Prozent gesunken.

Von den insgesamt 2122 Asylgesuchen im September 2026 entfielen 530 Gesuche auf Personen mit afghanischer Staatsangehörigkeit. Afghanistan bleibt somit das wichtigste Herkunftsland, gefolgt von Eritrea (321), Algerien (247), Somalia (202) und der Türkei (112). Im Vergleich zu August 2026 wurden 12 Prozent (+226) mehr Asylgesuche gestellt. Die Zahl der Asylgesuche nimmt in der Regel gegen Ende des Sommers und im Herbst zu und geht in den Wintermonaten zurück.
In den ersten neun Monaten dieses Jahres registrierte das SEM 15 667 Gesuche, während im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres 18 877 Gesuche eingingen. Dies entspricht einem Rückgang von 17 Prozent (–3210).
Die 2122 im September gestellten Asylgesuche setzten sich zusammen aus 1775 Primär- sowie 347 Sekundärgesuchen. Bei Letzteren handelt es sich um Geburten, Familiennachzüge oder Mehrfachgesuche. Gegenüber September 2025 hat die Zahl der Primärgesuche um 17 Prozent und jene der Sekundärgesuche um 20 Prozent abgenommen.
Im September 2026 entschied das SEM erstinstanzlich über 2675 Asylgesuche. Dabei gewährte es 636 Personen Asyl. Insgesamt verliessen 804 Personen kontrolliert die Schweiz, wovon 477 selbstständig ausgereist sind. Die übrigen 327 Personen wurden unter polizeilicher Begleitung in ihren Herkunftsstaat oder einen zuständigen Dritt- oder Dublin-Staat zurückgeführt.
