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MedienmitteilungVeröffentlicht am 2. Juli 2026

Erdbeben in Venezuela: Rettungskette beendet ihren Einsatz, Schweiz setzt ihre humanitäre Hilfe fort

Bern, 02.07.2026 — Die Zahl der Opfer der beiden starken Erdbeben in Venezuela steigt weiter an, und die Zerstörungen sind beträchtlich. Die Rettungskette Schweiz, die seit vergangenem Freitag im Einsatz war, um verschüttete Menschen zu bergen, hat ihren Einsatz beendet und kehrt in die Schweiz zurück. Die Schweiz setzt ihre Nothilfe fort und entsendet zur Unterstützung der Überlebenden Fachleute des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe.

Eine Woche nach der Katastrophe steigt die Zahl der Opfer der beiden starken Erdbeben in Venezuela weiter an. Die Behörden melden über 1450 Todesopfer, 3150 Verletzte und 12 700 betroffene Familien. Laut Angaben der UNO gelten 50 000 Menschen weiterhin als vermisst. Mindestens 2500 Infrastrukturen wurden beschädigt, darunter 38 Spitäler und über 700 Gebäude. Rund dreissig Länder, darunter die Schweiz, haben Such- und Rettungsteams entsandt.

Ende der Rettungsaktionen

In Abstimmung mit den lokalen Behörden hatte die Rettungskette Schweiz, die am vergangenen Freitag in Venezuela eintraf, ihre Einsatzzentrale in La Guaira eingerichtet. Die Küstenstadt ist besonders stark von der Katastrophe betroffen. Die Rettungskette Schweiz war eines der ersten nicht-lateinamerikanischen Teams, das in den verwüsteten Gebieten eintraf. Es umfasste 80 Fachleute, darunter 22 Armeeangehörige des Lehrverbands Genie/Rettung/ABC und des Katastrophenhilfe Bereitschaftsbataillons sowie acht Such- und Rettungshunde.

Die Schweizer Rettungskräfte arbeiteten im Schichtsystem rund um die Uhr bei grosser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, um Menschen aus den Trümmern zu retten. Leider konnten sie keine Überlebenden bergen. Da die entscheidende Frist von 72 Stunden nach der Katastrophe bereits überschritten war, beendete die Rettungskette Schweiz am Mittwochabend nach einer Woche unermüdlicher Arbeit ihren Einsatz und kehrt heute Donnerstag in die Schweiz zurück.

Humanitäre Hilfe wird fortgesetzt

Die Schweiz setzt ihre Hilfe für die Überlebenden der Katastrophe fort. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des EDA entsendet Fachleute des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe. Das fünfköpfige Team bricht heute Abend nach Venezuela auf. Es wird die Behörden unterstützen, insbesondere bei der Trinkwasserversorgung und der sanitären Grundversorgung an den Orten, an denen zahlreiche Überlebende untergebracht sind. Die Schweizer Botschaft in Caracas steht in engem Kontakt mit den lokalen Behörden, um die humanitäre Hilfe der Schweiz zu koordinieren.

Insgesamt stellt die DEZA 2,5 Millionen Franken für die von den beiden schweren Erdbeben betroffene Bevölkerung in Venezuela bereit.